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  • In dieser Fan Fiction geht es um Kaname, Yuki und den Rest der Charaktere. Sie setzt nach dem Ende des Animes an und lässt die Zukunft der Charaktere ganz anders verlaufen. Es kommen einige ausgedachte Charaktere hinzu, die ganz andere Probleme für Kaname darstellen.
    Es wäre schön, wenn ihr ein Feedback zu der Geschichte geben könnten
    LG Ad-dri Nachrichtenseite Blog 17:22, 20. Nov. 2012 (UTC)



    Ausgedachte Charaktere

    Akuma Kuran
    Akuma Kuran
    Name:
    Akuma Kuran
    Alter:
    21 Jahre
    Geschlecht:
    Männlich
    Rasse:
    Vampir
    Level:
    A
    Fähigkeiten:
    Telekinese
    Teleportation
    Telepathie
    einige Weitere, die sich zeigen werden.

    Akuma Kuran ist in dieser Geschichte der Sohn von Rido und Shizuka. Er wuchs bei seiner Mutter auf und sah seinen Vater nur selten. Dennoch verachtet er seine Mutter und vergöttert seinen Vater, auch wenn ihm bewusst ist, was dieser getan hat.

    Nachdem er von dem Tod seiner Eltern erfuhr begann Akuma damit einen Plan auszuhecken, der den Kurans das Leben zur Hölle machen soll. Obwohl ihn jeder als Nachkomme des Hio Clans ansieht, bevorzugt er es Kuran genannt zu werden.

    Akuma ist ein gutaussehender junger Mann. Er hat dunkelbraunes Haar, wie Rido, und violette Augen, wie Shizuka. Er ist athletisch und trainiert. Mit einer Körpergröße von 184cm ist er nicht gerade klein. Er ist ein charmanter und verführerischer Typ, der weiß, wie man Frauen für sich gewinnen kann. Er trägt eher dunkle Kleidung, ähnlich wie Kaname.

    Er legt viel Wert auf Förmlichkeiten und kann es nicht haben, wenn "minderwertige" keinen Respekt ihm gegenüber zeigen.

    Er wuchs unter dem Glanze seiner Familien auf. Auch wenn die Vampirwelt ihr Augenmerk auf Juri und Haruka legte, konnte er sich nicht beklagen. Bevor Rido seine Tante und seinen Onkel tötete verstand er sich gut mit ihnen. Kaname bewunderte er als Kind, auch wenn er ihn nur selten auf den Treffen der High-Society traf. Die beiden unterhielten sich öfter und Akuma hatte sich gewünscht, sein Leben führen zu können. Durch seine Fähigkeit Gedanken lesen zu können wusste er von Kanames Schwester und sprach ihn einmal darauf an. Er wurde sofort zornig und drohte ihm, das niemandem zu erzählen. Akuma stimmte zu und sah Kaname danach nie wieder. Er bekam mit, was sein Vater getan hatte und zog sich zurück. Seine Mutter wurde sowieso verrückt, vorallem nachdem ihr "Geliebter", der Mensch, getötet wurde. Akuma begann seine Mutter zu verachten und war auf einmal alleine. Da er schon alt genug war blieb er alleine in seinem Schloss und hatte Zeit zum Nachdenken. Ihm wurde oft die Schuld an dem Tod der Kurans gegeben und somit wurde er immer finsterer. Eine Person mochte er aber immer. Seine beste Freundin Arisu, die ihm immer zur Seite stand. Er verliebte sich in sie und wusste genau, das sie das selbe für ihn empfand. Jedoch konnte er ihre Großeltern, zwei Senatsmitglieder, nicht ausstehen. Kurzerhand tötete er sie und verließ die Gegend. Arisu hatte das alles gesehen und blieb traumatisiert zurück.

    Asami Kurosu                                                
    Asami Kurosu
    Name:
    Asami Kurosu
    Alter:
    17 Jahre
    Geschlecht:
    weiblich
    Rasse:
    Hunter
    Fähigkeiten:
    Sehr gutes medizinisches Wissen

    Asami ist eine junge intelligente Frau. Sie ist eine entfernte Verwandte von Kaien Kurosu. Tatsächlich hat sie ihn aber nur einmal im Leben gesehen. Sie forscht viel und ist mit der Existenz und der Bekämpfung der Vampire sehr vertraut. Während ihrer Ausbildung zum Hunter hatte sie einen großen Vorteil, da ihr Vampirblut eingeflößt wurde, als sie ein kleines Kind war. Somit verfügt sie über viel Kraft und Geschick. Allerdings weiß sie nichts von dem Blut.

    Sie ist zwar sehr klein aber eine hervorragende Jägerin. Sie interessiert sich sehr für Geschichte und weiß somit sehr viel über die Vampire. Ihr ist aber noch niemals ein Vampir begegnet, zumindest erinnert sie sich nicht daran, und somit träumt sie zwar von der Existenz dieser magischen Gestalten, aber wirklich daran glauben tut sie nicht.

    Sie hat lange hellblonde Haare und graue Augen. Sie hat einen weiblichen Körperbau und ist ebenfalls ein attraktives Mädchen. Sie ist nicht so blass wie ein Vampir, wofür man sie glatt halten könnte. Obwohl sie viele Verehrer hat, war sie noch niemals verliebt. Sie findet es langweilig, wenn ihr ein Junge ständig nach läuft. Das heißt nicht, dass sie noch keine Beziehungen hatte. Meist trägt sie Hosen und Tops.

    Sie kommt an die Cross Academy um einen Nachweis zu haben, der es ihr ermöglicht nach der Schule eine Elite Universität zu besuchen. Von der Tatsache, dass sie in die Day Class gehen muss ist sie nicht begeistert, da laut Cross die Night Class zur absoluten Elite gehört.

    Arisu Mihino                                                
    Arisu Mihino
    Name:
    Arisu Mihino
    Alter:
    18 Jahre
    Geschlecht:
    weiblich
    Rasse:
    Vampir
    Level:
    B [Edelblut]
    Fähigkeiten:
    Hypnose, Illusionen erschaffen

    Arisu ist ein ruhiger Vampir. Sie steht loyal hinter Akuma, auch wenn er sie so oft im Leben verletzt hat. Sie wurde von ihm gebeten ein Auge auf Yuki zu werfen. Sie achtete dabei genau darauf, wie sich Kaname ihr gegenüber verhält. Sie hat respekt vor allen Reinblütern und ist jedem gegenüber bedacht und ehrfürchtig.

    Sie war schon immer in Akuma verliebt und war auch eine Zeit lang mit ihm zusammen. Als er ihre Großeltern tötete fiel sie aus allen Wolken und war so geschockt, dass sie jahrelang nicht mehr an ihn dachte. Er stand eines Tages wieder vor ihrer Tür und ihre Gefühle waren unverändert. Sie liebte ihn immer noch so wie eh und je. Das zeigt sie allerdings nicht. Sie zeigt allgemein keine Gefühle. Sie wirkt herzlos und kalt, auch wenn sie früher ein sehr emotionales Kind war. Als Edelblut Vampir besitzt sie viel Kraft. Sie ist ein mächtiger Vampir, setzt ihre Kräfte aber so gut wie nie ein. Die meisten denken auch, dass sie gar keine Besitzt.

    Arisu ist ebenfalls blond, hat jedoch eisblaue Augen. Sie ist schlank und attraktiv, wie die meisten Vampire. Sie trägt stets die Schuluniform, ansonsten meist schlichte Shirts und dunkle Hosen. Sie trägt eine einfache Kette um den Hals, die sie mal von Akuma geschenkt bekommen hat, ansonsten aber keinen Schmuck.

    In ihrer Kindheit erlebte sie nicht sonderlich viel. Sie wuchs bei ihren Großeltern auf und sollte dort meist still sein. Sie kennt sich gut in der Vampirwelt aus und hat auch bestes Benehmen.


    Prolog

    Eine schwarze Limousine fuhr durch das Tor der "Cross-Academy". Durch die getönten Scheiben ließ sich nicht erkennen, wer dort in dem Wagen saß. Alle Day-Class Schüler starrten zu dem auffälligen Gefährt. "Ist bestimmt wieder einer aus der Night Class.", hörte man einige von ihnen murmeln. Es war mitten im Schuljahr, eigentlich nicht der richtige Zeitpunkt um an die Schule zu wechseln. Kaien war auch nicht gerade begeistert davon, aber er konnte sich ja nicht dem Willen von Kuran-kun widersetzen. In seinem Büro schaute der Rektor auf den Wagen und seufzte leise. Dann schloss er die Augen und lehnte sich in seinem Stuhl zurück.

    Seit Yukis Abreise vor einigen Wochen war alles so anders geworden. Um wenigstens irgendwo ein familiäres Umfeld zu haben ließ er seine Nichte Asami an die Schule wechseln. War es überhaupt seine Nichte? Darüber war sich Kaien nicht ganz im Klaren. Auf jeden Fall war sie eine Verwandte und das war besser als niemanden zu haben. Zero war kaum noch an der Academy. Er war ständig auf der Jagd nach Vampiren. Seit Yukis Verwandlung sprach er kaum ein Wort und wirkte auch sonst noch seltsamer als sonst. Den Unterricht hatte er seit Beginn des Schuljahres nicht mehr besucht. Kaien war wohl bald gezwungen ihn der Schule zu verwaisen.
    Und als wäre nicht schon alles Schlimm genug, reisten auch die meisten Vampire ab. Die Night-Class war kaum noch besetzt. Nur wenige Schüler waren geblieben. Ohne Kaname hatte wohl kein Vampir mehr Interesse daran, mit den Menschen zusammen zu leben. Kaien war verzweifelt. Er hoffte nun, durch den Zuwachs der Night-Class, einige Schüler dazu zu bewegen doch an der Academy zu bleiben.

    Der Wagen hielt vor dem "Haus Mond", dem Wohnheim für die Night-Class. Kaien schaute durchs Fenster und wandte sich dann ab. Aus dem Wagen kam ein junger Mann. Ihm wurde die Tür geöffnet. Es war ein sonniger Tag. Der Junge hielt sich die Hand vor Augen, um sie vor den Sonnenstrahlen zu schützen. Schon länger hatte er sie nicht mehr auf seiner Haut gespürt. Er grinste etwas und seine spitzen Reißzähne kamen zum Vorschein. Als er sich an das Licht gewöhnt hatte nahm er die Hand herunter und seine Augen leuchteten wie Amethyste. Er schaute über den Schulhof und erblickte einige Day-Class Schülerinnen, die ihn neugierig ansahen. Er schaute einige Sekunden zu ihnen und ging dann auf die Tür des Wohnheims zu.

    Im Wohnheim waren nur sehr wenige Schüler wach. Die meisten starrten ihn schockiert an. Sie räusperten sich und verneigten sich leicht vor ihm. Er sah sie freundlich an und grüßte sie. Sie Spürten seine Macht und konnten nicht anders, als sich ihm unterwerfen. Diese dunkelbraunen etwas längeren Haare und die violetten Augen. Jeder wusste sofort um wen es sich handelt. Sobald die Schüler an ihm vorbei waren machten sie sich auf den Weg und teilten es anderen mit. Er ging den Flur entlang und suchte sein Zimmer. Es gehörte zu den größten im Wohnheim. Es hatte eine Doppeltür und war am Ende des Flures. Genau gegenüber von Kanames ehemaligem Zimmer. Sofort sah er zu dem Schreibtisch, der in dem Zimmer stand. Er war sehr groß und aus dunklem, massiven Holz. Der Tisch war handgefertigt und sah sehr schön aus. Das riesige Bett und der Kleiderschrank waren aus dem selben Holz. Sie waren im Stil des Schreibtisches gehalten und ergänzten sich gut. Das Bett hatte einen dunkelroten Bezug. Ebenso hatte das Zimmer dunkelrote Vorhänge und einen dunkelroten Teppich. Er musste grinsen. Ob das Absicht war, dass man keine Blutspritzer sah?

    Plötzlich klopfte es an der Tür. Senri Shiki betrat das Zimmer, gefolgt von Rima Toya. Shiki sah ihn entgeistert an und wurde ganz bleich. "Du bist es wirklich!", sagte er und stockte dann. Rima trat neben ihn und nahm seine Hand ganz fest. Er schaute die beiden an. Dann musste er wieder grinsen: "Ja ich bin es... Bruderherz."


    Kapitel I

    Akuma trifft auf seinen Halbbruder, der nicht gerade begeistert ist ihn zu sehen. Außerdem trifft Akuma auf Aido-san. Wie viel wird er wohl aus dem kleinen Diener heraus bekommen?

    Shiki sah ihn noch einige Sekunden stumm an. Er wusste wohl nicht recht, was er jetzt sagen sollte. Rima sah zu ihm. "Shiki, lass uns gehen, wir haben einen Auftrag, weißt du noch?", sie ließ sich nicht von der Anwesenheit seines Bruders stören. Shiki beachtete sie jedoch nicht weiter und schaute immer noch zu ihm. Endlich konnte er weiter reden: "Akuma, wieso bist du hier? Ich dachte du wärst..." "Tot?", beendete Akuma den Satz. Shiki nickte stumm. "Nein, ich bin am Leben, wie du sehen kannst. Du freust dich gar nicht darüber, kann das sein?", Akuma grinste selbstgefällig. Er hatte niemals einen engen Draht zu seinem Bruder gehabt. Sie hatten sich kaum gesehen in ihrer Kindheit. Er hielt auch nicht besonders viel von ihm. Ein "Minderwertiger" war sein Bruder. Das wollte er nie akzeptieren. Außerdem war sein Bruder auf Kanames Seite, als ihr Vater starb. Das war einfach inakzeptabel. Shiki sagte nichts. Ihm war unwohl zumute. Seinen Bruder verachtete er genau so wie seinen Vater. Irgendwie gab er ihm die Schuld daran, dass Haruka und Juri tot waren, auch wenn das ein ziemlich unfairer Gedanke war. Da er aber von Shizuka und Rido abstammte, musste er auch von Grund auf Böse sein, da war sich Shiki sicher.

    "Rima hat Recht. Ich muss jetzt los, Akuma. Vielleicht sieht man sich nochmal...", mit diesen Worten verschwand Shiki mit Rima, ehe Akuma noch etwas sagen konnte. Er sah seinem Bruder nach und setzte sich dann an den Schreibtisch. Shiki würde nicht gehen, das wusste er. Sein Bruder würde das Gefühl haben, dass er ihn überwachen muss. Kaname hatte wohl schon mitbekommen, dass er nun an der Academy war. das würde bedeuten, dass er seinen Cousin bald wieder sehen würde.
    Mit diesem Wissen konnte Akuma getrost die nächsten Tage damit verbringen mehr über Yukis Leben in Erfahrung zu bringen. seine Cousine war schon immer ein Schwachpunkt von Kaname gewesen.

    Die nächsten Tage verliefen etwas anstrengend für ihn. Die Night-Class war sehr auf ihn fixiert. Sie trauten dem Spross von Rido nicht. Andererseits waren sie sehr bedacht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollten. Jeder bemühte sich ihm aus dem Weg zu gehen. Akuma musste sich zudem daran gewöhnen die Bluttabletten zu nehmen. Zuvor hatte er immer Menschenblut getrunken. Es war frustrierend dieses fade Lösungsmittel anstelle des Blutes zu trinken. Aber die paar Wochen konnte er auch so überstehen.
    Kanames Gefolge kehrte nach und nach an die Schule zurück. Aido und Ruka, waren die ersten. Kain folgte Ruka wie immer und beobachtete Akuma ganz genau. Si bemühten sich ihm gegenüber freundlich zu sein und nahmen ihm jede Bitte ab. Es war aber deutlich, dass sie ihn "kontrollieren" sollten. Er bat Aido an diesem Tag zu sich. Als der junge Vampir bei ihm ins Zimmer kam begrüßte er Akuma nervös.

    "Aido-san, Wie geht es Kaname? Ist er wohl auf? Ich hörte, er verlobte sich mit Yuki verlobt und sie sei wieder ein Vampir, stimmt das alles?", natürlich wusste Akuma das alles ganz genau. Aido sah sich hektisch um. Er fühlte sich sichtlich unwohl in seiner Nähe. Ob Akuma ihn töten würde? Sollte er ihn dann angreifen, oder würde das Alles nur schlimmer machen? Er hatte die selbe Ausstrahlung wie Rido, nein seine war noch finsterer.
    "Äh.. Kaname-sama geht es gut. Ja ihr habt richtig gehört, er hat ihr einen Antrag gemacht und dann die Schule verlassen...", antwortete er. "Kann ich ihn vielleicht mal besuchen? Wo lebt er nun mit ihr? Aido dachte sofort an das Haus, in dem sie wohnten. Die alte Villa der Kurans, tief unter der Erde in dem Versteckten Zimmer verbrachte Yuki fast ihren ganzen Tag. Die Kleine war so unsicher als Vampir, hatte noch nicht einmal Blut getrunken, seit sie verwandelt wurde. Aido wusste nichts von Akumas Fähigkeiten. Er dachte darüber nach, ob er ihm sagen soll, wo Kaname ist. Dann fiel ihm aber ein, dass Akuma wohl nicht einfach so fragen würde. Er entschloss sich ihm nichts zu sagen. Aido schüttelte den Kopf. Er verneinte es und ging dann.
    Akuma ging ins Bad und duschte eine Weile. Dann machte er sich fertig und ging nach draußen. Es war dunkel, die Night-Class durfte nun ihr Wohnheim verlassen. Es war Winter und somit sehr kalt draußen. Akuma nahm sich einen schwarzen Mantel und zog ihn an. Seine Haare waren noch nass, aber das störte ihn nicht. Er öffnete die Tür und verließ das Wohnheim.
    Seiren beobachtete ihn. Kanames Leibwache war also auch schon an der Schule. Akuma lächelte etwas, dann zog er den Schal, den er trug über das Gesicht und verschwand im nieder fallenden Schnee.


    Kapitel II

    Das Wiedersehen mit seinem Cousin dauert nicht so lange wie erwartet. Die beiden haben inzwischen ein ziemlich angespanntes Verhältnis und auch Kiryu-san lässt nicht lange auf sich warten.

    "Kaname, ich wusste, dass du kommst.", Akuma sah zu ihm, während die leeren Straßen der Stadt mehr und mehr mit Schnee bedeckt wurden. Es war so still, dass die eigenen Gedanken so laut waren, dass man der Meinung war sein Gegenüber konnte sie auch hören. Kaname hatte seine Gedanken blockiert. Er hatte dazu gelernt und sich auch vor Telepathie geschützt. Akuma war etwas verärgert darüber. So wurde Kaname doch noch zu einer Herausforderung. Andererseits war er so mit seinen Plänen alleine. Er konnte niemanden einweihen und so war er praktisch alleine. Der beige Mantel von Kaname war voller Schneeflocken. Sie fielen sanft auf ihn und auf sein Haar. Sein Blick war ernst und bedrohlich. Seine Aura war mächtiger als eh und je.

    "Ich bin nur hier, um deinem Treiben ein Ende zu setzen. Du wirst Yuki nichts antun, hast du verstanden?", er war der Meinung, dass der andere Reinblüter wieder eine Bedrohung für seine Geliebte darstellte. Aber Yuki war nicht wichtig. An ihr war nichts besonderes. Kaname sollte ruhig in diesem Glauben bleiben. Wenn er Yuki abschirmen würde, müsste sich Akuma nicht einmal mehr die Mühe machen sie aus dem Weg zu schaffen, auch wenn ihr Blut so köstlich sein sollte. "Warum sind nur alle so vorsichtig wegen mir? Bin ich für die Taten meines Vaters, oder die meine Mutter verantwortlich? Shiki hast du ja auch keine Vorwürfe gemacht, Kaname-sama. Aber ich habe nicht vor jetzt einen Kampf zu entfachen. Was ist, wenn wir aufsehen erregen?", Akuma musste grinsen. Kanames Mine verfinsterte sich.
    Ein Schuss würde plötzlich abgefeuert und streifte Kanames Arm. Es war eine Hunterwaffe. Kaname packte seinen Arm und verzog das Gesicht. Auch der stärkste Reinblüter war nicht immun gegen eine solche Waffe. Der Schütze zielte auf Akuma. Er konnte genau sehen, wo die Kugel ihn treffen sollte und wich aus. Im nächsten Moment stand er hinter dem Schützen. Er packte ihn am Hals und warf ihn von dem Dach, auf dem er stand.
    Der Hunter stand unverletzt auf und drehte sich blitzschnell zu Akuma. Dann feuerte weitere Schüsse ab. Kaname beobachtete das ganze und begann leicht zu grinsen. Dann wendete er sich zum Gehen. Akuma blieb zurück und attackierte den Schützen. Er packte ihn an seiner Kleidung und stieß ihn gegen die Hauswand. Er entwaffnete ihn und sah ihm in die kalten Augen. "Zero Kiryu. Du bist noch kein Level E? Bemerkenswert. Dabei hast du niemals Shizukas Blut getrunken.", Zero versuchte sich loszureißen, aber Akuma war zu mächtig. Der Minderwertige hatte den Tod verdient, allerdings konnte er Reinblüter verletzen, diese Eigenschaft machte ihn doch irgendwie wichtig. Zeros Augen verfärbten sich blutrot. Er war wütend und hatte das Monster in sich nicht unter Kontrolle. Ob der Zerfall zum Level E noch lange andauern würde?
    "Kiryu, durch meine Adern fließt Shizukas Blut. Das, welches du so dringend benötigst. Ich mache dir einen Vorschlag, wenn du mir hilfst Kaname zu vernichten, darfst du mein Blut trinken. Dann sind deine Qualen praktisch vorbei. Ich weiß, dass dir Kaname seines gab, aber es ist nicht das gleiche, glaube mir.", Zero knurrte ihn fast schon wie ein Tier an. Er riss sich los und verschwand im Schnee.

    Akuma war an die Akademie zurückgekehrt. Kurosu erwartete ihn schon. Kaname stand bei ihm. Die beiden erwarteten ihn wohl schon sehnsüchtig. Die Day Class hatte gerade ausgang. Sie beobachteten die drei und kicherten vor sich hin. Es war jämmerlich wie oberflächlich diese Mädchen waren. Selbst als Abendessen waren sie fast schon zu unwürdig. Akuma lächelte sie an und ging dann auf die beiden zu.


    Kapitel III

    Nach einer Standpauke vom Rektor denkt Akuma an seinen Onkel und an seine Tante. Er erinnert sich an eine Situation in seiner Kindheit zurück.

    Kurosu begann sofort los zu reden, als Akuma näher kam. Er machte Akuma Vorwürfe über sein spätes Erscheinen und die Gefahren für die Menschen in der Umgebung. Er schob irgendwelche Schulregeln vor, die ihm untersagten das Gelände zu verlassen, um nicht aussprechen zu müssen, was er dachte. Kurosu war der Meinung, dass Akuma Menschen angegriffen hatte. Die Gedanken von ihm waren so klar und deutlich, aber selbst ohne seine Gabe wusste Akuma genau worum es geht. Kaname stand schweigend neben Kurosu. Er beugte sich zu ihm und flüsterte ihm etwas ins Ohr, dann verschwand er.
    Kurosu hatte nun erfahren, dass Akuma Gedanken lesen konnte und wurde plötzlich sehr unsicher. Er wiederholte noch einmal die Schulregeln und ging dann wieder herein.

    Akuma sah ihm grinsend nach. Dieser Narr, er dachte tatsächlich, er könne sich mit Reinblütern messen. Nur weil sein Vater sich von einem minderwertigen Level E töten ließ, musste das nicht heißen, dass er genau so dumm war. Kaname war nun sicher wieder bei seiner kleinen Geliebten. Das Misststück, dem alle nachliefen. Was fanden nur alle so besonders an ihr? Sie war schwach, ängstlich und zu nichts zu gebrauchen. Im Gegensatz zu ihrer Mutter war sie weder anmutig noch mächtig.

    Akuma begann zurück zu denken. In seiner Kindheit verbrachte er viel Zeit mit seinen Verwandten. Er freute sich immer Haruka und Juri zu sehen. Sie waren so herzlich und freundlich, nicht so wie seine Eltern. Während sein Vater plante die beiden zu vernichten, nur um an Juri oder Yuki zu kommen, es war einfach verächtlich. Seine Mutter hatte auch nur Augen für ihren kleinen Menschen, seit sie verstanden hatte, dass sein Vater kein Interesse an ihr hatte.
    Das versteckte Schloss kannte Akuma nur aus den Gedanken seiner Tante und seines Onkels. Auch Yuki hatte er niemals wirklich zu Gesicht bekommen. Immer wenn er sie besuchte empfingen sie alle in einer ihrer vielen Residenzen. Akuma hatte diese nach ihrem Tod erworben. Er fühlte sich dort immer wohl, außerdem war das Gebäude schnell in Vergessenheit geraten.
    "Akuma, komm mal her, ich brauche deine Hilfe.", Haruka rief den kleinen Jungen zu sich. Er baute gerade eine Holzpuppe zusammen. Akuma sprang auf und eilte zu seinem Onkel. Er bewunderte dessen Geschicklichkeit. Obwohl er eine kaufen könnte, machte sein Onkel solche Dinge lieber selbst. Es war persönlicher und auch wertvoller, wenn man selbst Hand anlegte sagte er stets. "Für wen ist die denn, O-jii-sama?", fragte Akuma, obwohl er genau wusste wer diese Puppe bekommen sollte. Haruka dachte die ganze Zeit an seine kleine süße Tochter. Zugegeben Yuki war wirklich niedlich als Kind. "Ach, für die Tochter eines Freundes. Sie hat bald Geburtstag und ich dachte mir, ich mache ihr diese Puppe.", Haruka sah ihn lächelnd an. Allein an seiner Mimik konnte man nicht erkennen, dass er log. Das musste er ziemlich lange geübt haben. Obwohl Akuma nie verstand, warum die beiden ihr Kind verheimlichten unterstütze er sie und sprach nicht darüber. Er half nun seinem Onkel die Puppe fertig zu bauen. Sie war wirklich schön. Perfekt bis ins Detail. Sie war wirklich viel schöner als die Fertigen aus den Läden. So viel Mühe gab sich dort niemand.
    Juri brachte ein paar Kekse und Tee. Draußen fielen die Schneeflocken vom Himmel. Das Holz im Kamin knisterte beruhigend. Es war noch hell, aber nicht mehr lange. Juri setzte sich auf einen Sessel und beobachtete die beiden. "Das ist wirklich eine schöne Puppe. Sie wird sich sicher riesig darüber freuen, Jungs. Ihr macht das wirklich toll.", Juri lächelte und den beiden wurde ganz warm ums Herz. Seine Tante war so anmutig und freundlich, man konnte sie nur vergöttern. Shizuka dagegen wirkte so verbittert und kalt, wie die meisten Vampire.
    Akuma nahm sich einen Keks und biss hinein. Er schmeckte köstlich, wie eigentlich alles von seiner Tante. Akuma verehrte die beiden. Er war ziemlich neidisch auf Kaname. Er hatte alles und was hatte Akuma?
    Er wurde nachdenklich und hielt seine Tränen zurück. Es war ungerecht. Kaname schaute alle so herablassend an und es schien so, als wären seine Eltern ihm nicht gut genug. Dabei hatte er es so gut. Akuma wollte jetzt lieber gehen. Er sah zu seinem Onkel. "O-jii-sama, O-ba-sama, ich muss langsam los. Es wird früh dunkel und meine Mutter macht sich sicher langsam Sorgen. Es war schön euch zu besuchen, bis bald." Er lächelte gezwungen und nahm seinen Mantel. Juri stand auf und sagte zu Haruka: "Bring ihn bitte nach Hause, ich will nicht, dass ihm was passiert. Wir treffen uns dann daheim.", Haruka nickte und nahm ebenfalls seinen Mantel. Akuma war das unangenehm. "Das muss nicht sein, ich finde den Weg schon alleine.", er versuchte sich herauszureden. Es war nicht angebracht, dass sich die mächtigsten Reinblüter dazu herab ließen ihn nach Hause zu begleiten, aber Haruka ließ sich nicht abhalten. Juri kniete sich vor Akuma und zog ihm den Mantel nochmal aus, dann gab sie ihm einen Schal und machte ihn um seinen Hals. Sie zog anschließend den Mantel hoch. Als sie in sein Gesicht sah musste sie an Rido denken. Akuma hatte zum Glück nicht Ridos Augen. Er hatte die von Shizuka, was seine Tante zu beruhigen schien. Sie lächelte ihn an und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Dann ging sie zu Haruka und küsste ihn nochmal. Sie flüsterte ihm etwas ins Ohr, aber Akuma war abgelenkt. Er hielt sich de Hand an seine Wange.
    Haruka ging an ihm vorbei und machte die Tür auf. Dann sah er zu Akuma und die beiden gingen los.

    Akuma öffnete die Augen. Das alles war schon so lange her. Die Erinnerungen waren nicht mehr so klar wie früher, in einiger Zeit würden sie fast ganz verschwunden sein. Es war jämmerlich wie gutherzig die beiden waren. Es brachte ihnen nichts, außer einer verkorksten Tochter und dem Tod. Wie ging Kaname wohl mit dem Verlust um? Ob es ihm weh tat, oder freute er sich diese unwürdigen Reinblüter los zu sein? Irgendwann wollte er eine Antwort von seinem Cousin haben.


    Kapitel IV

    Bei seinen Rundgängen in der Schule trifft Akuma auf den neuen Guardian. Er beginnt auf das Mädchen einzureden und seinen Charme spielen zu lassen.

    Die nächsten Tage vergingen wie im Fluge, es war einfach zu monoton. Tagsüber rannten die quiekenden Day Class Schülerinnen über den Hof und Nachts waren die minderwertigen auf dem Gelände. Es war nicht besonders interessant für Akuma. Er ging aus dem Wohnhaus und lief über den Hof. Es war eine milde Frühlingsnacht. Während die Kirschbaumblüten im Mondlicht strahlten, das Wasser des Brunnens funkelte und die Stille die überhand ergriff war es wirklich schön in diesem Moment.

    Akuma schloss die Augen. Er genoss die Ruhe. Hier war es doch turbulenter als in seinem Schloss. Ab und an huschten ein paar kleine Tiere über den Hof. Weit und breit gab es keine kleinen Menschenkinder aus der Day Class. Generell die einzigen Menschen, die er sah waren die Lehrer oder die Aufsichtspersonen. Wie konnte man nur bei diesem "heile Welt"-Gespiele mit machen?
    Mit dem milden Frühlingswind nahm Akuma plötzlich einen Geruch wahr, der ihm nur zu vertraut war. Er öffnete die Augen und sah ein hübsches Mädchen vor sich stehen. Er musterte sie. Sie schaute ihm tief in die Augen. Ihr blondes Haar schimmerte im Mondlicht und ihre klaren grauen Augen leuchteten förmlich. Sie fixierte ihn. Sie fragte sich ob er wirklich "einer von ihnen" war. Akuma lächelte etwas. Wenn er sie beißen würde, wäre ihr Schicksal für immer besiegelt.

    "Du bist Hio-san, nicht wahr? So ein angesehener adliger, wie alle aus der Night Class.", sie fragte sehr direkt und wenig schüchtern. Aber sie zweifelte. Sie suchte nach einem Weg ihn zu fragen ob er ein Vampir ist, aber sie wusste nicht wie sie das machen sollte. Es kam ihr zu verrückt vor. Akuma grinste. Er hasste es, wenn Leuten der nötige Respekt fehlte, aber es war wirklich amüsant ihre innere Zerissenheit zu beobachten. "Mir ist es lieber mit Kuran-sama angesprochen zu werden.", er ging auf sie zu. "Aber was willst du wirklich, Kleine? Gehörst du auch zu den kleinen Day Class Schülerinnen, die jedem hübschen Jungen nachrennen?", er sah ihr direkt in die Augen. Sie ließ sich nicht beeindrucken. Ihr Blut pulsierte kein bisschen schneller als vorher, aber es pulsierte laut und deutlich. Wieso brachte sich die kleine in solche Gefahr? Dachte sie auf dem Gelände würde ihr nichts passieren?
    "Nein. Ich finde es nur angebracht jeden aus der Night Class zu kennen. Immerhin muss ich Wache schieben. Nunja ich möchte mich ebenfalls vorstellen. Mein Name ist Asami Kurosu, ich bin die Nichte des Rektors und Yukis Nachfolgerin. Kuran-sama? Was macht dich so besonders, dass du mit -sama angesprochen werden möchtest?", sie überlegte immer noch hin und her. Innerlich gab sie das Vorhaben schon auf. Der gut aussehende Eliteschüler vor ihr würde sie noch für einen Freak halten, wenn sie wirklich danach fragen würde und das wäre doppelt peinlich.
    Akuma nickte bei ihrer Erklärung zustimmend. "Ach nicht so wichtig. Was liegt dir noch auf dem Herzen, du denkst doch über irgendetwas nach.", Akuma sah zur aufgehenden Sonne. "Naja da ich jetzt rein muss... hast du nicht Lust bei einem Essen darüber zu reden? Ich denke ich werde es einrichten können, dass wir mal das Gelände gemeinsam verlassen dürfen. Ich komm nochmal auf dich zu, bis bald.", er lächelte sie charmant an und ging dann. Sie sah ihm verdutzt nach. Es würde sicher noch unterhaltsam werden das Mädchen weiter in Unwissenheit zu lassen. Außerdem würde es Kurosu verrückt machen, was dem elenden Narr auch mal gut tun würde.


    Kapitel V

    Das erste Treffen außerhalb der Schule steht an. Wird der Kurosu-Spross über die Existenz der Vampire in Kenntniss gesetzt?

    Akuma sah zum Spiegel. Er überlegte, ob er sich die Krawatte anziehen sollte, aber das war ihm dann doch zu förmlich. Sie sah zwar elegant und schön aus, aber er hielt es nicht für angebracht. Er warf die Seitenkrawatte auf das Bett und zog sich das schwarze Jackett über das weiße Hemd. Im Spiegel betrachtete er sich noch ein letztes Mal kurz. Die dunkle Jeans und die schwarzen Schuhe ergänzten sich gut zum Rest.

    Er verließ sein Zimmer und machte sich auf den Weg zum Schultor, wo ihn Asami schon erwartete. Auch sie musterte ihn, ehe ihr ein kurzes Lächeln über die Lippen huschte. Obwohl sie es niemals zugeben würde, war sie fasziniert von dem Auftreten der Night Class. Sie waren alle so elegant und schön. Es machte sie neidisch, dass sie nicht gut genug für die Night Class war. Ihre Noten waren doch hervorragend und die Nacht war ihr lieber als der Tag. Als sie Akuma in die Augen sah wurde sie etwas rot. Akuma verbiss es sich sie auf ihre Gedanken anzusprechen. Sie sah selbst gut aus. Sie trug schlichte Kleidung, ein rotes Top und schwarze, enge Jeans. Dazu hohe Schuhe.
    "Wollen wir?", Akuma öffnete das schwere Eisentor mit Leichtigkeit. Er sah zu ihr und bemerkte ihren skeptischen Blick. Sie erinnerte ihn an Arisu. Ob das der Grund war, dass er Zeit mit ihr verbrachte?
    "Ja, lass uns gehen.", antwortete sie eifrig. Die beiden machten sich auf den Weg in die Stadt. Es war schon Abend und auf dem Weg dorthin ging die Sonne langsam unter. Der Himmel wurde in ein leuchtendes rot getaucht und die Sonne war wie ein riesiger orangefarbener Ball. Auf dem Weg redeten die beiden kaum miteinander, sie wussten nicht recht was sie sagen sollten. Asami dachte wieder über die Existenz der Vampire nach. Sie wünschte sich, dass die magischen Wesen existieren, jedoch hatte sie noch niemals einen getroffen. Eigentlich hielt sie ihre Familie für verrückt.

    Nach einer Weile erreichten sie das Restaurant, dass Akuma ausgewählt hatte. Sie setzten sich an den reservierten Tisch und schwiegen sich an. Akuma bestellte Wein für die beiden. Heute Abend würde er Asami zeigen, dass Vampire existieren. Sie wollte es ja wirklich wissen, aber wie sollte sie es denn glauben, so misstrauisch wie sie war? Als der Kellner den Wein brachte trank Akuma sofort einen Schluck. Er musste sich ablenken. Es waren zu viele Menschen um ihn herum. Asami sah sich um, ihr gefiel das Restaurant.
    "Wie hast du meinen Onkel dazu gebracht, dass er uns erlaubt zusammen das Gelände zu verlassen?", sie sah ihn fragend an. "Ganz einfach, ich habe ihm keine Wahl gelassen. Er wollte nicht, dass die angesehene Night Class die Schule verlässt. Da Kaname fort ist bin ich nun der Vorstand der Night Class. Somit hören die Schüler auf mich." Er grinste sie frech an. Er ließ sich nichts vorschreiben, das merkte man sofort.

    Die beiden aßen im Restaurant und machten sich danach auf den Heimweg. Asami vertrug Alkohol nicht sehr gut, hatte aber mehrere Gläser Wein getrunken. Akuma hatte einen vorzüglichen Geschmack, der Wein war ausgezeichnet. Es war schon dunkel und nicht mehr viel los auf den Straßen. Die Leute waren schon Zuhause und es war fast wie in einer Geisterstadt. Dadurch, dass viele Wolken aufgezogen waren war es zudem noch dunkler als normal.
    Im Schutze der Dunkelheit hielt Akuma Asami an ihrer Hand fest und blieb stehen. Sie zuckte zusammen, da seine Hand eiskalt war. Sie konnte ihn kaum erkennen. "Was ist los?", fragte sie nun unsicher. Akuma schaute sie direkt an. Dann näherte er sich ihrem Gesicht mit seinem. "Asami... du hast doch eine Frage, die du dich nicht traust zu stellen. Ich spüre deine Unsicherheit genau..." Er zog sie mit Leichtigkeit in seine Arme. Sie versuchte sich zu wehren, aber sein Griff war zu stark. Obwohl sie eine gute Kämpferin war rührte er sich kein bisschen.
    Er begann langsam ihren Hals zu küssen. Sie durchfuhr ein eiskalter Schauer. Akumas Augen glühten rot auf, als er sich nochmals ansah. Dann kamen seine Reißzähne zum Vorschein. Asami wurde mit Angst erfüllt. Er war tatsächlich ein Vampir und er war zu stark, als dass sie sich ihm widersetzen könnte. Auch an ihre Waffe kam sie nicht.
    Er beugte sich erneut zu ihrem Hals...


    Kapitel VI

    Asami erwacht ohne zu wissen was passiert ist. Wurde sie nun verwandelt oder nicht?

    Am nächsten Morgen wachte das Mädchen in ihrem Zimmer auf. Hatte sie das alles nur geträumt? Sie sprang sofort auf und rannte zum Spiegel. Ihr Hals war unversehrt und auch sonst konnte sie keine Verletzungen feststellen. Sie wusste nicht, ob sie das freute oder nicht. Draußen war es schon hell, es war keine Schule, deswegen war es ungewohnt still in der Schule. Sie sah aus dem Fenster. Bis auf zwei, drei Day Class Schüler konnte sie niemanden entdecken. Alles schien ganz normal zu sein. Sie machte sich fertig und ging dann nach draußen. Die Night Class war nicht zu sehen, also gab es auch keine Aufstände. Ohne großartig nachzudenken machte sie sich sofort auf den Weg in das Wohnheim der Night Class.
    Es schien wie ausgestorben. Weit und breit konnte sie keinen Schüler entdecken, wahrscheinlich schliefen sie alle. Es war beeindruckend wie prunkvoll die Night Class lebte. Man hatte das Gefühl in einem Schloss zu sein und nicht in einem Internat. Asami ging die Treppe hinauf. Oben reihte ein Zimmer an das andere, was ihr nicht gerade weiter half. Sie fasste sich ein Herz und klopfte an eine der Türen. Ihr wurde plötzlich ganz mulmig zumute... Es öffnete niemand. Sie klopfte nochmal. Ihr Herz begann schneller zu pochen.
    "Was machst du hier Asami? Du wirst keinen Schüler hier finden, sie haben sich versammelt.", Asami zuckte zusammen. Sie drehte sich um und sah in ein paar warme braune Augen. Der große Junge vor ihr lächelte etwas, wurde dann aber ernst. Was machte er hier? Er war doch kein Schüler mehr. "Kaname-sen...san... i..ich wollte zu Kuran-senpai, also zu Akuma meine ich..", Asami wusste nicht so recht wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte. Wenn das gestern wirklich passiert war, dann müsste er auch ein Vampir sein. Kaname nickte. Er überlegte kurz und musterte sie genau. Dann nickte er nochmals. "Ich bringe dich zu ihm. Hast du deine Waffe dabei?", Asami holte ihre Vampirjäger-Waffe hervor. Kaname nahm ihre Hand und legte sie fest um ihre Waffe. Es flogen kleine Funken, war das der Beweis? "Halte sie gut fest, es könnte sein, dass du sie noch brauchst.", er drehte sich um und ging den Gang entlang. Asami folgte ihm.

    Sie kamen in einen kleinen Raum außerhalb des Gebäudes. Darin wartete Akuma schon. Er war umringt von bewusstlosen Night Class Schülern. Asami erschrak, als sie diesen Anblick sah. Akuma lächelte finster. Er fixierte Asami und anschließend Kaname. Die beiden hatten puren Hass in ihren Augen. Akuma stand plötzlich direkt vor Asami. Er schaute sie von oben bis unten an und zog sie dann zu sich. Im nächsten Augenblick standen sie an der Stelle, an der Akuma vorher war. Asami wollte ihre Waffe nutzen, allerdings hielt sie diese nicht mehr in der Hand. "Kaname, warum tauchst du immer mit irgendwelchen Jägern auf? Kannst du nichts alleine klären? Und wenn, dann bring doch auch einen mit, der zu irgendwas fähig ist. Das ist ja grausam mitanzusehen, wie hilflos die Kleine ist.", Akuma lächelte weiterhin. Sein Gesichtsausdruck erinnerte Kaname stark an den seines Vaters. Er war genauso wahnsinnig wie Rido. Allerdings nicht so unkontrolliert, was noch sehr gefährlich werden konnte. Obwohl Kaname sehr mächtig war musste er sehr vorsichtig bei seinem Cousin sein. "Ich habe sie mitgenommen, weil du ihr unrecht antun wolltest. Sie soll mit ansehen wie du deine Strafe bekommst.", während Kaname das sagte schloss er die Augen. Der Boden begann zu beben. Akuma hielt Asami die Augen zu. Sie spürte einen starken Druck auf sich ruhen. Der Druck im Raum wurde stärker und stärker, bis das Mädchen das Bewusstsein verlor.

    Akuma und Kaname starteten einen heftigen Kampf. Beide Reinblüter entfesselten einen Großteil ihrer Kräfte. Kaname griff Akuma an. Er durchborhte mit bloßer Hand das Schulterblatt von ihm. Dann packte er ihn am Hals und schleuderte ihn durch das Fenster des Raumes. Akuma fing sich ab und ließ die Scherben des Fensters in der Luft schweben. Plötzlich schleuderte er diese auf Kaname, der sich schützend die Hände vors Gesicht hielt. Die Schnitte, die ihm dabei zugefügt wurden machten ihm nicht viel aus. Er schaute sich um. Wo war Akuma hin? Akuma biss sich in den Finger, er erschien hinter Kaname und fesselte ihn mit seiner Blutpeitsche. Dann schleuderte er ihn durch die dicken, massiven Mauern. Kaname schlug durch die Wände hindurch und landete an dem Stamm eines Baumes. Akuma stand sofort vor ihm und bohrte Asamis Waffe in seinen Magen. Kaname schrie auf.
    Akuma ließ die Waffe stecken, bis sein Cousin das Bewusstsein verlor. Dann nahm er sie. Er ging zurück zu Asami. Sie lebte noch, was wirklich wunderlich war. Die Schüler um ihn herum waren unversehrt. Er schaute kurz nach Senri und ging dann. Das sollte als Vorwarnung für Kaname reichen. Auch der Rest der Vampire sollte endlich sehen, dass es nicht nur Kaname und Yuki waren, die das Recht hatten über alle Vampire zu herrschen. Akuma fasste eine Entscheidung. Wenn er Kaname vernichten würde, dann nicht nur körperlich. Er wollte seinen Cousin nun komplett brechen...


    Kapitel VII

    Akuma besucht seine Cousine, sie weiß nichts von ihm und ist somit auch nicht darauf vorbereitet.

    Vor dem Haus war alles ruhig, niemand schien dort zu sein oder es zu bewachen. Er öffnete die Tür. Nichts war zu hören. In dem prunkvollen Bau schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Es war genau wie damals, unscheinbar und dennoch so bedeutungsvoll. Er betrat die Eingangshalle. Seine Schritte hallten durch die leeren Gänge. An den Wänden hingen Bilder wunderschöner Personen. Alle hatten braune Haare und braune oder blaue Augen. Sie sahen sich alle sehr ähnlich. Vor einem Gemälde dreier Kinder blieb er stehen. Dass dieses Bild nicht vernichtet wurde war sehr wunderlich. Zwei der Kinder sahen sich sehr ähnlich, nur das älteste fiel aus der Reihe. Die zweifarbigen Augen und die Locken. Er strich sich durch sein glattes Haar. Er war froh nicht solche Locken zu haben. Alle drei lächelten fröhlich für das Portrait. Zwei Jungen die sich nahe an das Mädchen drängten, welches in der Mitte saß. Ob die Eltern jemals geahnt hätten, dass sie sich mal bis aufs Blut hassen würden?
    Er ging weiter und dachte an die Tür unter der Erde. Die unscheinbare Kellertür, die nichts erahnen ließ. Plötzlich stand er davor. Er hob die Hand und ballte sie zu einer Faust. Er atmete tief durch und klopfte dann.

    Eine helle Stimme ertönte: "Da bist du ja Oni-sama!", ein Mädchen mit großen braunen Kulleraugen und langen brünetten Haaren öffnete die Tür. Sie erschrak. Sie wollte die Tür wieder zuschlagen, aber er stämmte seine Hand dagegen. Dafür, dass sie so mächtig sein sollte hatte sie keine körperliche Kraft, vielleicht war er auch zu mächtig. Er musterte das Mädchen. Sie hatte wirklich Ähnlichkeit mit ihr.
    "Hallo Yuki-chan, darf ich mich zuerst vorstellen, bevor zu mich rauswirfst?", er lächelte charmant. Yuki hatte ziemliche Angst. Sie fragte sich wer er war und was er von ihr wolle. Seine finstere Aura fiel ihr auch sofort auf. Sie wusste, dass sie keine Chance hatte und ließ ihn herein. ihre Artemis hatte sie griffbereit. Sie schluckte und ging ins Zimmer, er folgte ihr.
    "Ich bin Akuma Kuran, dein Cousin.", er wartete auf ihre Antwort. Sie hatte noch niemals etwas von ihm gehört, war aber sehr alamiert. Sofort merkte sie, dass ihr Cousin nur der Sohn von Rido sein konnte. Ihre Angst wurde größer, sie dachte sofort er wolle ihr Blut trinken. Sie zückte ihre Artemis und fuhr die Sense aus. Dann richtete sie diese auf ihn.
    "Was willst du von mir? Verschwinde, oder ich werde dich..",
    "Was? Mich töten? Weil mein Vater ein schrecklicher Mann war? Bin ich denn auch so, woher weißt du das? Würdest du Shiki auch töten, wenn er her kommen würde?", er grinste. Man konnte das Mädchen nicht ernst nehmen, sie war zu schwach und inkonsequent. Als ob sie jemanden töten könnte, das verweichlichte Menschenkind. Er setzte sich hin und sie ließ die Waffe sinken. In ihrem Kopf brach eine heftige Auseinandersetzung aus zwischen ihrer Vernunft und ihrer Angst. Sie wusste, dass es nicht fair war ihm die Verbrechen seines Vaters vorzuwerfen, allerdings wirkte er sehr bedrohlich. Kaname wirkte aber auch bedrohlich nur wusste sie, dass er ihr niemals etwas tun würde, er hatte sie gerettet, er wollte sie zur Frau.
    Nach einigen Minuten setzte sie sich ihm gegenüber. Sie fuhr die Artemis ein und schaute ihn unsicher an.
    "Hast du dich beruhigt? Was machst du eigentlich in diesem dunklen Keller. Du bist doch eine Prinzessin und keine Sklavin, stört es dich nicht, dass Kaname dich unter der Erde versteckt?", um Kaname zu provozieren wollte er Yuki gegen ihn aufbringen. Sie sah zu Boden. Das Mädchen war sich nicht sicher wie sie antworten sollte, das sah man ihr an. Sie zögerte zu antworten, sie konnte nur das wiedergeben, was Kaname ihr sagte. Sie sollte dadurch geschützt sein, aber vor wem oder was? Akuma saß ihr nun gegenüber und Kaname war weit und breit nicht zu sehen. Sie schluckte leicht. Dann zuckte sie mit den Schulter. Sie sah langsam auf und schaute Akuma in die Augen. Er lächelte sie freundlich an. Langsam fühlte sie sich nicht mehr so sehr bedroht. Wenn man sich an sein unheimliches Auftreten gewohnt hatte wirkte er sogar einigermaßen nett.
    Akuma schwieg einige Minuten, dann stand er auf. Yuki sah ihn fragend an. Irgendwie war sie froh Gesellschaft zu haben. „Ich mache mich dann wieder auf den Weg, Kaname wird bald kommen und ist sicher nicht begeistert, wenn er mich hier sieht. Er ist nicht gut auf mich zu sprechen, genau wie du vorhin. Aber Yuki, ich besuche dich bald wieder. Auch wenn unsere Eltern kein gutes Verhältnis zueinander hatten, es muss ja nicht so weitergehen.“


    ==Kapitel VIII==

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